Seit Beginn der groß angelegten Invasion Russlands in der Ukraine sind Millionen Ukrainer gezwungen, sich im Ausland ein neues Leben aufzubauen. In dieser Situation wurde der Zugang zu klaren und verlässlichen Informationen unerlässlich, um den rechtlichen Status zu klären, Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen, Kinder in der Schule anzumelden, Arbeit zu finden und den Kontakt zu ukrainischen Institutionen aufrechtzuerhalten.
Um diesen Bedürfnissen gerecht zu werden, wurden Ukrainische Beratungszentren eingerichtet, die kostenlose Beratung und praktische Hilfestellung auf Ukrainisch anbieten. Heute unterstützen die Zentren geflüchtete Ukrainer durch individuelle Beratung vor Ort, online und telefonisch zu Themen wie vorübergehender Schutz, Aufenthaltsbedingungen, Gesundheitsversorgung, Bildung, Beschäftigung und soziale Dienste. Darüber hinaus organisieren sie Besuche vor Ort, Informationsveranstaltungen in abgelegenen Orten und Online-Veranstaltungen, um sicherzustellen, dass zuverlässige Informationen möglichst viele Menschen erreichen.
Die Ukrainischen Beratungszentren in Deutschland (Berlin, Düsseldorf und München) arbeiten im Rahmen des CORE-UA-Projekts (Comprehensive Resilience Support for Displaced Persons from Ukraine) und werden durch das deutsche AMIF-Programm 2021–2027 sowie das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) finanziert.
Das ICMPD betreibt zudem Beratungszentren in Prag (Tschechische Republik) und Danzig (Polen), die im Rahmen anderer Projekte und mit anderer Finanzierung arbeiten.
Zusammen bilden diese Zentren ein koordiniertes Unterstützungsnetzwerk, das geflüchteten Ukrainern hilft, Zugang zu vertrauenswürdigen Informationen zu erhalten, ihre Rechte und Möglichkeiten zu verstehen und sich mit größerer Zuversicht im Leben in ihren Aufnahmeländern zurechtzufinden.
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