Das Internationale Zentrum für Migrationspolitik-Entwicklung (ICMPD) ist eine internationale Organisation mit 21 Mitgliedstaaten, die Regierungen weltweit in mehr als 90 Ländern beim Aufbau robuster, auf Rechten basierender Migrationsmanagementsysteme unterstützt. Mit einem ganzheitlichen Ansatz, der die gesamte Migrationsroute berücksichtigt, erfasst das ICMPD die Komplexität der Migration, vernetzt Partner und stärkt die Akteure durch Projekte vor Ort.

Das ICMPD wurde 1993 gegründet, hat seinen Hauptsitz in Wien und ein Verbindungsbüro in Brüssel. Es besitzt Beobachterstatus bei den Vereinten Nationen und arbeitet mit mehr als 700 Partnern zusammen, darunter Mitgliedstaaten, EU-Institutionen, UN-Organisationen und verschiedene Länder. Das ICMPD erhält Beiträge von seinen Mitgliedstaaten und bilateralen Gebern, der Europäischen Kommission, UN-Partnern und anderen multilateralen Institutionen.

Das Abkommen über die Errichtung und Arbeitsweise des ICMPD nennt als vorrangiges Ziel der Mitgliedstaaten die Entwicklung und Umsetzung langfristiger Strategien zur Bewältigung des Migrationsphänomens. Solche Strategien zielen darauf ab, Frühwarnungen zu erleichtern, die Ursachen zu bekämpfen, Einreisekontrollmaßnahmen zu harmonisieren und die Ausländer-, Asyl- und Flüchtlingspolitik zu koordinieren.
Ziel des Abkommens ist es, die internationale Zusammenarbeit im Bereich der Migrationspolitik sowie die einschlägige Forschung in diesen Bereichen zu fördern. Zu diesem Zweck analysiert das ICMPD aktuelle und potenzielle Migrationsströme in europäische Aufnahmeländer, verfolgt und untersucht die Lage in den wichtigsten Herkunftsländern von Migranten und entwickelt Maßnahmen zur besseren Erkennung und Steuerung von Migrationsbewegungen.

Die Aufgaben der Organisation werden von der Lenkungsgruppe regelmäßig analysiert und an das sich wandelnde politische Umfeld sowie an Migrationstrends angepasst. Entsprechende Beschlüsse finden ihren Niederschlag in von der Lenkungsgruppe genehmigten Strategiedokumenten sowie in jährlichen Arbeitsprogrammen und Budgets.

Das ICMPD ist eine europäische Organisation, die sich mit dem globalen Phänomen der Migration befasst. Europa ist mehr als nur ein geografischer Ort – es steht für Prinzipien und Werte, die die Arbeit des ICMPD leiten. Die europäische Migrationspolitik basiert auf starken rechtsstaatlichen Prinzipien und dem wirksamen Schutz der Menschen- und Grundrechte sowie einer langjährigen humanitären Tradition. Sie steht für Multilateralismus und einen partnerschaftlichen Ansatz.

Die geografischen Prioritäten des ICMPD werden im Einklang mit den strategischen und operativen Zielen seiner Mitgliedstaaten und Partner festgelegt. Darüber hinaus wendet das ICMPD die Prinzipien der Partnerschaft auf Augenhöhe an, wobei es zukunftsorientiert vorgeht und Interessen abwägt.

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